Therapie- und Versorgungsaspekte bei Dysphagie in der ambulanten Praxis.
11. September 2019
Logopädische (Be-)Handlungsoptionen bei Menschen mit Demenz und Dysphagie
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Dysphagiemanagement für Sprachtherapeuten auf Intensivstation – Aufgaben, Rolle und Standards

Dysphagiemanagement für Sprachtherapeuten auf Intensivstation – Aufgaben, Rolle und Standards

Veranstaltungsnummer: V9
Termin: Samstag/Sonntag, 18./19.07.2020
Dauer: Sa.: 9.30 Uhr – 17.00 Uhr; So.: 8.30 Uhr – 16.00 Uhr
Ort: Fachklinik Bad Heilbrunn (FKH)
Dozent: Sönke Stanschus, Klinischer Linguist (BKL), Meerbusch

Teilnehmer: max. 30
Seminargebühr: € 300,-
Unterrichtseinheiten (UE)/Fortbildungspunkte: 16
Zielgruppe: Sprachtherapeuten

Seminarbeschreibung:
Die Behandlung von Schluckstörungen auf Stroke Units und auf Phase B Stationen ist ein etabliertes Arbeitsfeld für Logopäden. Die Ausweitung schlucktherapeutischer Aktivitäten auf andere Intensivbereiche stellt daher eine natürliche Entwicklung dar. In der Regel sind hierfür standardisierte Verfahrensweisen in Deutschland wenig etabliert, und hängen von individuellen Gegebenheiten vor Ort ab. Ein Blick in andere Länder zeigt, dass die Fähigkeiten und die Rolle des Sprachtherapeuten auf einer Intensive Care Unit (ICU) regelbar und standardisierbar sind. Das Seminar beschäftigt sich mit der Rolle des Sprachtherapeuten im Rahmen des multisdisziplinären ICU Teams (MDICUT) auf der Grundlage des Positionspapieres des Royal College of Speech and Language Therapists (RCSLT) „Speech and language therapy in adult critical care“ zu folgenden dysphagiologischen Themenblöcken: 1) Differenzialdiagnostik, Symptomatik und Ätiologie von Schluckstörungen auf ICU; 2) Indikation und Durchführung bildgebender Schluckdiagnostik (FEES/VFS) auf ICU; 3) Ziele, rehabilitative Methoden, Programme, Equipment und Beratung zur Rehabilitation und Funktionserhaltung des Schluckens im multidisziplinären ICU Team (MDICUT); 4) Beratung des MDICUT sowie Angehöriger zum Umgang mit Dysphagien inclusive Training von Screening und Managen nicht-komplexer Schwierigkeiten; 5) Trachealkanülenmanagement bei beatmeten und spontan atmenden Patienten und 6) Ausführung von Audits und Evaluation klinischer Outcomes als Teil der klinischen Routinequalitätssicherung.

Fortbildungsziele:
Die Teilnehmer kennen die aktuellen Leitlinienempfehlungen und die aktuelle EbM-Lage in der Arbeit mit schluckgestörten ICU Patienten. Sie verstehen die eigene sprachtherapeutische Rolle und ihre Aufgaben als Teil des mulitdisziplinären Intensivteams.