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Dysphagiemanagement ohne Bildgebung? Evidenzbasierte, effiziente Behandlungsmöglichkeiten und deren Grenzen

Dysphagiemanagement ohne Bildgebung? Evidenzbasierte, effiziente Behandlungsmöglichkeiten und deren Grenzen

Veranstaltungsnummer: V10
Termin: Samstag/Sonntag, 25./26.05.2019
Dauer: Sa.: 9.30 Uhr – 17.00 Uhr; So.: 8.30 Uhr – 16.00 UhrOrt: Fachklinik Bad Heilbrunn (FKH)
Dozent: Sönke Stanschus, Klinischer Linguist (BKL), Meerbusch
Teilnehmer: max. 30
Seminargebühr: € 300,-
Unterrichtseinheiten (UE)/Fortbildungspunkte: 16
Zielgruppe: Sprachtherapeuten

Seminarbeschreibung:
In vielen klinischen Bereichen, insbesondere auf Schlaganfallstationen, kam es in den letzten Jahren durch die Einführung von evidenzbasierten Standards im Bereich des Schluckscreenings und der Bildgebung zu einer Verbesserung der klinischen Versorgung von Dysphagiepatienten. Neben einer treffsicheren Indikationsstellung für die jeweilige Bildgebung wurden auch Verfahren entwickelt, mittels derer die rein klinisch basierte Risikobeurteilung von Patienten im Rahmen eines Dysphagiemanagements erheblich optimiert werden konnte.

Das Seminar setzt an diesem Punkt einer Versorgung an: Wie kann ein Patient mittels welcher klinischer Vorgehensweise ausreichend sicher in einer schlanken, das heißt effizienten Weise mit möglichst geringem Aufwand ausreichend sicher behandelt werden, auch wenn man keine bildgebende Dysphagiediagnostik verfügbar hat? Vorgeschlagen wird hier, mittels sehr fokussierter Instrumente und Standards Risiko-Patienten zu erkennen, und durch wenige sehr fokussierte Maßnahmen therapeutisch zu behandeln und zu begleiten. Hierzu werden folgende Instrumente vorgestellt und in ihrer klinischen Anwendung diskutiert: Klinische Schluckuntersuchung (MASA), Ernährung und Sicherheit (IDDSI), Risiko-Beurteilung mittels Risk-Matrix nach Stanschus, Outcome-Messung (FOIS; IDDSI Score) sowie ausgesuchte evidenzbasierte Behandlungsverfahren basierend auf Erwägungen zur Neuroplastizität (Use it or loose it). Diskutiert werden auch die Vorteile der ambulanten Therapie, in der man bspw. mit dem Patienten dessen Lieblingsessen auf der Grundlage der IDDSI Klassifikation sehr viel einfacher herstellen kann, und somit Dysphagietherapie sehr viel näher am Alltag der Menschen gestalten kann.

Fortbildungsziele:
Nach dem Seminar kennen die Teilnehmer die evidenzbasierten und effektiven Behandlungsmöglichkeiten und –grenzen bei rein klinischer Vorgehensweise.